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Kitas werden aufgehübscht

Bürgermeister Guido Rahn und Architektin Zaklina Vlaski (l.) von der Bauverwaltung präsentieren die Neuerungen auf der Außenspielfläche der Kita Glückskinder in Kloppenheim. Nun gibt’s eine gepflasterte Fläche, wo mit Rutscheautos herumgekurvt werden kann. Und der Bürgermeister packt gleich einmal an und sorgt für Ordnung. Foto: Niehoff
Bürgermeister Guido Rahn und Architektin Zaklina Vlaski (l.) von der Bauverwaltung präsentieren die Neuerungen auf der Außenspielfläche der Kita Glückskinder in Kloppenheim. Nun gibt’s eine gepflasterte Fläche, wo mit Rutscheautos herumgekurvt werden kann. Und der Bürgermeister packt gleich einmal an und sorgt für Ordnung. Foto: Niehoff

Karben. Den Flächen um die Karbener Kitas werden verschönert und der Zeit angepasst. Denn längst spielt sich ein Teil des Kita-Alltags draußen ab, vor allem im Sommer, wenn es warm ist. Schatten muss her und auch mal eine neue Pflasterfläche, damit das Bobbycarfahren besser klappt.
»Wenn die Sommer immer länger und die Temperaturen immer stärker ansteigen, müssen wir dafür sorgen, dass die Kita-Kinder sich auch außen vor den Kitas wohlfühlen«, sagt Bürgermeister Guido Rahn (CDU). Zufrieden schaut er über die neue Außenanlage der Kita »Glückskinder« in Kloppenheim. Dabei geht es nicht nur um Verschönerungsmaßnahmen für das Auge, »sondern die Neugestaltung soll vor allem den Kindern dienen und ihrem Spieltrieb entgegenkommen«, sagt Rahn.
Die Kloppenheimer Kita »Glückskinder« hatte bisher zwar schon einen eigenen großen Spielplatz mit anspruchsvollen Spielgeräten, doch war vor allem der Sandboden nicht für alle Spiele und auch nicht für jedes Alter geeignet. Das empfanden auch die Eltern so und deshalb erhielt die Architektin und Mitarbeiterin des städtischen Bauamtes, Zaklina Vlaski den Auftrag, das Areal zwischen dem Kita-Gebäude und dem eigentlichen Spielplatz »spieltauglicher« zu gestalten.
Freiräume, um
selbstständig zu werden

Die Kindertagesstätte »Glückskinder« existiert seit mehr als 50 Jahren – ein halbes Jahrhundert. In ihren zwei Gebäuden werden momentan fast 120 U3-, Kindergarten- und Hortkinder betreut. Dabei arbeitet die Einrichtung nach einem halboffenen Konzept. Das heißt, die Kinder haben ihre festen Stammgruppen, können aber zu bestimmten Zeiten und nach Absprache die anderen Gruppen oder auch das Freigelände nutzen. Die Betreuung richte sich nach den Bedürfnissen und Interessen der Kinder und der Förderung ihrer Selbstständigkeit. Das Schaffen von Freiräumen und das Setzen von Grenzen durch Regeln trage so zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder bei.
Und genau diese Aspekte standen bei der Planung für die Neugestaltung der Außenanlage der Kloppenheimer Kita »Glückskinder« im Vordergrund. Vor allem für die Kleinen unter ihnen erhielt deshalb nicht nur der Boden vor dem Haus 2 einen neuen Belag – die nur schwer befahrbare Sandfläche wurde gefliest -, sondern es wurden im Nahbereich zu dem Gebäude auch neue Geräte aufgestellt wie beispielsweise das kleine farbenfrohe Spielhaus oder die Schreibtafel, an der die Kinder ihre ersten Schreibversuche starten können.
»Wenn jetzt noch die Ordnung stimmt, dann bin ich richtig zufrieden«, meint Rahn lachend und beginnt sogleich mit dem Aufräumen. »Auch das müssen die Kinder schließlich frühzeitig lernen.«
Bürgermeister
räumt auf

Und statt groß und lang darüber zu philosophieren, legt Bürgermeister Rahn sofort Hand an und beginnt die zehn kleinen weitverstreuten bunten Rutscheautos einzusammeln und sie in Reih und Glied am Zaun aufzustellen.
Rund 30 000 Euro soll die Aktion inklusive der neuen Spielgeräte am Ende kosten. »Danach kommt das gut 50 Jahre alte Gebäude dran. Hier ist eine energetische Sanierung dringend notwendig«, erläutert der Rathauschef.
Dabei hat er jedoch die Kosten fest im Blick. »Wir haben zehn städtische Kitas plus der zwei neuen Bauwagen-Kitas mit insgesamt 1220 Kita-Plätzen. Schon deshalb können wir nur Schritt für Schritt vorgehen und die notwendigen Sanierung auf die kommenden Jahre verteilen.«
Glücklicherweise, so Rahn, gebe es aber nicht bei allen Einrichtungen gleich großen Sanierungs- oder Umgestaltungsbedarf. Den Kindern dürften diese Überlegungen egal sein. Wenn die Temperaturen demnächst wieder ansteigen, werden sie die neue Außen-Anlage mit Freude genießen.
Von Jürgen W. Niehoff